Beratung zur Pflegeversicherung

Wenn man selbst oder ein Angehöriger pflegebedürftig wird, kommen viele organisatorische Details auf die Betroffenen zu. Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen zur Pflegeversicherung.

Wo ist man versichert?

Die meisten Krankenversicherten sind auch bei ihrer Krankenkasse pflegeversichert. Der Pflegeantrag muss also bei der Pflegekasse der eigenen Krankenversicherung gestellt werden. Anders sieht es aus, wenn die Versicherten eine private Pflegeversicherung abgeschlossen haben. In diesem Fall muss dort der Antrag gestellt werden.

Wer gilt als pflegebedürftig?

Als pflegebedürftig gelten Menschen, die auf ständige Hilfe bei regelmäßig wiederkehrenden Aktivitäten des täglichen Lebens angewiesen sind.


Dazu gehört Hilfe:

  • bei der Körperpflege
  • bei der Nahrungsaufnahme
  • beim Aufstehen und Zubettgehen
  • beim An- und Auskleiden
  • beim Gehen und Stehen

 

Bei der Einstufung in eine Pflegestufe werden vor allem Zeiten anerkannt, die sich auf Tätigkeiten der Grundpflege, wie Körperpflege, Toilettengänge und Nahrungsaufnahme beziehen. Darüber hinaus wird aber auch Zeit für hauswirtschaftliche Hilfe anerkannt.

Wie stellt man den Antrag?

Im Anschluss schickt die Pflegekasse oder die private Pflegeversicherung ein Antragsformular. Wer den Antrag stellt, muss sich überlegen, ob Sachleistungen, Geldleistungen oder eine Kombination aus beidem gewünscht sind.

Sachleistungen

Bei Sachleistungen übernimmt ein ambulanter Pflegedienst die Pflege. Er rechnet die Leistungen zum Höchstbetrag der jeweiligen Pflegestufe direkt mit der Pflegekasse ab.

Geldleistungen

Stattdessen kann der Pflegebedürftige auch selbst Pflegegeld beziehen. Der oder die Betroffene übernimmt damit selbst die Verantwortung für eine ausreichende Pflege. Das Geld wird von der Pflegekasse direkt an die pflegebedürftige Person überwiesen.

Wie beurteilt man die Pflegebedürftigkeit?

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) kommt circa drei bis fünf Wochen nach Antragsstellung zu den Betroffenen nach Hause und erstellt ein Gutachten. Bei der Begutachtung werden aus Kostengründen nur gesetzlich festgelegte Leistungen des täglichen Lebens berücksichtigt. Pflegende Angehörige und Betroffene sollten sich auf den Besuch des Gutachters gut vorbereiten und gegebenenfalls ein Pflegetagebuch führen. Darin gilt es festzuhalten, wie viel Zeit für welche Leistungen täglich aufgewandt werden muss.

 

 


Senioren- und Pflegeberatungsstelle

Die Betreuung und Pflege eines Familienmitglieds zu Hause kostet die pflegenden Angehörigen viel Kraft und bedeutet auch Verzicht. Neben den schweren körperlichen Arbeiten, wie Betten, Heben, Tragen oder dem ermattenden mehrmaligen Aufstehen in der Nacht, sind sie vor allem psychischen Belastungen ausgesetzt.
In unserer Fachstelle können Familienangehörige, Nachbarn und Freunde sich aussprechen, Hilfe und Rat holen. Gerne kommen wir auch zu einem Hausbesuch zu Ihnen.   

Unsere Beratung steht allen zur Verfügung,
unabhängig von der Konfession und Staatszugehörigkeit!

Die Beratung erfolgt kostenlos!

 

 

Beratung pflegender Angehöriger zu:    

  • Möglichkeiten der Versorgung zu Hause
  • Pflegeversicherung und Pflegestufe
  • Hilfsangebote und  Einrichtungen in der Altenhilfe
  • Finanzierung von Hilfen
  • Zuständigkeiten bei Ämtern
  • Klärung von Zuständigkeiten
  • Hinweise auf behindertengerechten Wohnraum
  • Hilfe Umgang mit Behörden
  • Informationen über alle in Stadt und Landkreis Wunsiedel vorhandenen Hilfen für Senioren.
  • Persönliche Unterstützung bei der Pflegeeinstufung und Leistungsbeantragung.
  • Beratung über die entstehenden Kosten und mögliche Finanzierung durch die Sozialträger.
  • Beratung und Information über psychische Veränderungen und Erkrankungen im Alter und den Umgang mit verwirrten Menschen.
  • Beratung der Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen zur Gestaltung der häuslichen Hilfen.
  • Beratung zu Hilfsmittel, die zur Erleichterung der Pflege dienen (Lifter, Pflegebett), Hilfsmittel, die Körperpfleg unterstützen (Toilettenstuhl, Haltegriffe), Alltagshilfen und Hilfsmittel zur Mobilität  (Essensbesteck, Rutschbretter), Inkontinenzhilfsmittel.

 

Wir beraten persönlich und kompetent: 

  • Im Hinblick  auf die individuelle Situation
  • Gemeinsame Entwicklung von Lösungen
  • Hausbesuche
  • Aufklärung und Beratung über Krankheitsbilder
  • Persönliche Beratung zu Finanzierungs- und Rechtsfragen
  •  

Wir vermitteln auch gerne:    

  • Hilfsangebote
  • qualifizierte Helferinnen und Helfer zur stundenweisen Entlastung

 

Wir unterstützen Sie: 

  • bei Antragstellungen
  • im Umgang mit Behörden

 

Unsere Angehörigengruppe

...ist ein Angebot für alle pflegenden Angehörigen, die sich mit anderen Angehörigen austauschen oder Fachvorträge zu relevanten Themen anhören möchten.  

  

Ein Gesprächskreis für pflegende Angehörige findet
am ersten Montag im Monat um 16.30 Uhr,
im BRK-Wunsiedel,  Industrieallee 2, 95615 Marktredwitz
  

 

Bei den Treffen werden interessante Themengebiete als Kurzreferate oder Fachvorträge behandelt. Anschließend findet dazu in der Regel ein Gedankenaustausch zwischen den Angehörigen statt.

  

Wir sind gerne für Sie da!  

 

Beratungsstelle

Tel. 0 92 31 - 96 26 24

 

info@kvwunsiedel.brk.de

 

 




Beratung zur Pflegeversicherung
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Roten Kreuzes stehen gern für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung.